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Fussball aus der Sicht des Schiedsrichters
 

(12.06.2003) Wohl für jeden Mannschaftssport, welcher wettkampfmässig ausgetragen wird, sind Schiedsrichter unerlässlich. Mit meinem Bericht über mein erstes Fussballspiel der laufenden Rückrunde möchte ich aufzeigen, dass die Aufgabe durchaus vielfältig ist. Vielleicht kann ich gar die eine oder den andern anregen, sich ausbilden zu lassen und damit dem FC Elgg weiterhin ermöglichen, seine Mannschaften an den Meisterschaften teilnehmen zu lassen.

Die Vorbereitung
Die Vorbereitung auf ein Fussballspiel, insbesondere auch auf das erste nach einer längeren Pause besteht aus mehreren Schritten.
Spätestens ein paar Wochen vor dem Spiel sollte sich der Schiri um seine Fitness kümmern, wenn er auf dem Fussballplatz ernst genommen werden will.
Vor dem Spiel muss er seine Ausrüstung kontrollieren von den Fussballschuhen über die Pfeife bis zur Münze für die Wahl des Anspiels.
Ebenso wichtig ist, dass er weiss, wo der Fussballplatz ist und wie lange er benötigt, dahin zu kommen. Schliesslich muss er mindestens 40 Minuten, besser eine Stunde vor dem Spiel vor Ort sein.
Zudem müssen die Regeln, die doch hie und da ändern, wieder und wieder studiert werden.
An Ort muss er das Feld, die Tore, den Sanitätskasten und die Spieler und Spielerpässe kontrollieren. Zudem muss er sich aufwärmen, um die eigene Verletzungsgefahr klein zu halten.

Der Matchbericht

Das Spiel (Jun B) erfolgte eher auf kleinem Raum und war einigermassen berechenbar. Insbesondere fehlten die schnellen, überraschenden Spielwendungen. Dies ermöglichte mir, meistens in der Nähe des Spielgeschehens zu sein.
Beide Mannschaften spielten lange Zeit nicht mit Offside, so dass ich vom ersten wahrscheinlichen Offside überrascht wurde und es nicht pfeifen konnte, schliesslich dürfen wir nur pfeifen, was wir sehen. Dann war da noch das Foul im Strafraum kurz vor Schluss. Ich wusste mit bestem Willen nicht, muss ich nun eine Schwalbe (ein vorgetäuschtes Foul) oder einen Penalty pfeifen.

Die Nachbearbeitung
Nach dem Spiel konnte ich im Zug in aller Ruhe die Spielerkarten ergänzen mit dem Resultat, den Spielerrapport ausfüllen und das Resultat telefonisch melden.

Warum ich?

Ich spielte nie selber Fussball, schaute aber immer gern zu. Durch meine fussballspielenden Töchter kam ich dem FC Elgg immer näher und hörte auch immer mehr vom Schiri-Mangel. Dazu kam, dass mit zunehmendem Alter die Bequemlichkeit grösser wird und es immer schwieriger wird, sich einigermassen fit zu halten
Meine Überlegung war folgende: Als Schiri ermögliche ich es dem FC Elgg, die Vorgaben des Verbandes für die Teilnahme von Mannschaften an Meisterschaften zu erfüllen. Zudem zwinge ich mich, etwas für meine Fitness zu tun.
In den Schiri-Kursen gehörte ich mit 47 zu den Älteren. Die meisten Kursteilnehmer waren zwischen 15 und 25. Ich darf mir auch keine Hoffnungen machen, je einmal 2. Liga zu pfeifen.
Nichtsdestotrotz, die Rechnung mit der Fitness ging auf und ich fand mich auf dem Feld nicht allzu schlecht zurecht. Die Matches sind zwar eine zusätzliche zeitliche Belastung, doch liegt bei den Junioren und in den unteren Ligen immer noch der grössere Teil des Jahres in der Zwischensaison.

Und Du?

Zur Zeit sind beim FC Elgg 4 Schiedsrichter gemeldet. Ende der Saison werden es noch 3 sein. Dies erlaubt dem Verein, 3 Mannschaften an die Meisterschaften zu melden.
Damit ein Schiri für den FC angerechnet wird, muss er in den unteren Ligen 6 Spiele pro Runde, also 12 pro Jahr pfeifen. Nach oben ist die Zahl beinahe unbegrenzt. Ehrgeizige Schiris pfeifen 2-3 Spiele pro Woche, die ganz angefressenen 3 am Wochenende und eins am Mittwoch.
Die Entschädigung beträgt pro Spiel 70 bis 170 Franken, abhängig von der Liga und der Reisedistanz. Darüber hinaus zahlt der FC Elgg etwas an die Ausrüstung.
Schiri wirst Du, indem Du Dich bei Roland Hirt, dem Schiri-Betreuer des FC Elgg oder bei jedem anderen Vorstandsmitglied meldest (www.fcelgg.ch). Anschliessend besuchst Du einen Einführungskurs an einem verlängerten Wochenende in Filzbach. Vorgängig zum Kurs erfolgt ein Fitnesstest und abschliessend musst Du den Regeltest bestehen. Vom Schiri-Verband aus wirst Du in Deinen ersten Matches betreut und wenn Du jung, fit, ehrgeizig, einsatzfreudig und fähig bist, kommst Du schon bald im Fernsehen. Wenn nicht, hast Du halt sonst Deine Befriedigung. Nicht immer, aber immer öfter.

 

Herbert Ruckstuhl

 
 
 





Aktualisiert mit Razoon Openscope , letzte aktualisierung 12.06.2003 09:36:31